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Neuigkeiten aus dem Hause OVOBEST!

26.02.2014
Ei-Produkte aus Bodenhaltung sind das Ziel
OVOBEST erweitert die Herstellung Die Lebensmittelindustrie als Partner ist gefragt. Auslandsimporte machen den Anbietern das Leben schwer.

Die neue Anlage kam durchs geöffnete Dach. Anders hätte die Abfüllmaschine der Firma Ovobest in Neuenkirchen-Vörden nicht in der Produktionshalle montiert werden können, so Geschäftsführer Dr. Bernard Schneppe. Für ihn ist diese neue Abfüllanlage ein wichtiges Element für die Zukunft der Firma.

Ovobest stellt Eiprodukte her: Flüssigei, Eigelb, Eiklar oder auch Eipulver. Knapp die Hälfte der Eier in Deutschland wird mittlerweile so verarbeitet, schätzt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Ovobest gehört dabei zu den führenden Herstellern.

Eingesetzt werden Eiprodukte in der Lebensmittelindustrie, in Großküchen- und Bäckereien oder in der Gastronomie. Überwiegend werden dabei Eier aus Kleingruppenhaltung oder gar Käfighaltung – zum Teil aus dem Ausland – verwendet. Ein Weg, den Ovobest nicht zur Philosophie machen will.

Die neue Anlage füllt Tetrapacks in der Größe ein bis zehn Kilo mit Flüssigei ab. Speziell werden bei der Abfüllung auch immer mehr Eier aus der alternativen Bodenhaltung verwendet. „Ovobest ist hier in der Industrie eine große Ausnahme“, sagt Hermann Pulsfort, Geschäftsführer des Ovobest- Partnerunternehmens „Deutsche Frühstücksei“.

Der Absatz von Eiprodukten aus Bodenhaltung stieg von 2012 mit 44,7 Prozent auf 50,5 Prozent in 2013, so Schneppe. Für 2014 prognostiziert er einen Anteil von bis zu 70 Prozent aus alternativenHaltungsformen. Allerdings müsse man sich hier besonders anstrengen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Eiprodukte aus der alten Käfighaltung aus den USA, aus Indien oder Südamerika zum Beispiel sind in Europa frei handelbar“, erklärt er. Und billiger. Und bei den Lebensmittelproduzenten spiele nun mal der Preis eine wichtige Rolle. Der Markt für alternativ erzeugte Eier und Eiprodukte werde dadurch schwieriger. „Die Eiproduktwerke produzieren nicht an der Nachfrage vorbei, sondern nur das, was die Kunden auch wollten“, sagt er.

Schneppe spricht sich hier klar für eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel aus, die Eier enthalten. Die Haltungsform müsse auf den Packungen deklariert werden, fordert er, um dem Verbraucher mehr Informationen zu geben.

Wenn es um den Wettbewerb geht, habe Ovobest eine besondere Strategie entwickelt: „Wir bieten Eiprodukte an, die für die speziellen Kunden maßgeschneiderte Funktionen erfüllen“, sagt er. Zum Beispiel solche für die Backindustrie, die verhindern, dass Früchte in den Kuchen hineinsinken. Oder Eigelb, das für Mayonnaise so optiemiert wurde, dass sie bei der Herstellung nicht gerinnen kann. Oder spezielle Eisubstanzen, die die japanische Fischindustrie weiterverwendet.

Chemie, versichert Schneppe, sei dabei nicht im Spiel. Die Produkte seien ausschließlich physikalisch für ihre speziellen Zwecke verändert worden. „Darin liegt unsere Stärke im Wettbewerb.“

OVOBEST Eiprodukte GmbH & Co. KG

Hörster Wall 149434 Neuenkirchen-Vörden
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